Montag, 12. September 2011

Rauchfrei ist Kopfsache

Seit Samstag 23:58 - da hab ich die letzte Zigarette im Aschenbecher ausgedrückt - bin ich rauchfrei. Nach wie vor ohne jegliche Entzugserscheinungen und ohne jegliche Hilfsmittel wie z. B. Nikotinpflaster, Nikotinkaugummi und /oder Nikotin-Ersatz-Inhalator.

Heute Vormittag hatte ich ja meinen medizinischen Eingriff - statt der geplanten 1 1/2 bis 2 Stunden wurden daraus knappe 3 Stunden. Danach gestand mir mein Arzt, dass er mit Komplikationen gerechnet hat bzw. auf Komplikationen eingestellt war, die aber zum Glück nicht eingetreten sind.

Ich gestehe - mir hat es auch so “gereicht”. Es war mehr als heftig. Jetzt stehen mir in den folgenden Wochen noch etliche Kontrollen und Nachbehandlungen ins Haus, aber das Ärgste hab ich hoffentlich schon hinter mir. Jetzt muss nur die Wundheilung gut vorangehen. Und die Tabletten gegen Schmerzen dürfen natürlich nicht ausgehen.

Ich weiß nicht, ob ich jetzt für immer der/den Zigarette/n abschwören soll bzw. werde. Aber auf alle Fälle werde ich mich bzw. mein Leben nie wieder von Zigaretten bestimmen lassen. Es gibt Situationen bzw. Abläufe wo eine “gute Zigarette” ein positives Erlebnis sein kann, jedoch sicher nicht mehr 30/40 Zigaretten am Tag. Aber bis zur ersten möglichen Zigarette werden noch mindestens 8-14 Tage vergehen.

Ich hätte mir nie gedacht, dass ich innerhalb von wenigen Tagen (8 Tage) von 30/40 Zigaretten auf 0 (Null) Zigaretten herunterkomme. Aber jetzt, so rückblickend muss ich gestehen, dass es nicht mal sonderlich schwer war. Ich hatte eigentlich nicht vor zum Nichtraucher zu mutieren, aber wer weiß für was es gut ist :-)

Um mit dem Rauchen aufzuhören, muss im Kopf (Hirn) ein “Schalter um-schnappen” - es muss was extremes passieren (wie bei mir), dass man die gewohnten Verhaltensmuster ablegt. Ich glaube kaum, dass “zu hohe Zigarettenpreise” bzw. sich ein paar Euro zusätzlich zu ersparen Grund genug sind, um erfolgreich aufhören zu rauchen. Ebenfalls bezweifle ich auch, dass JEDER der lange raucht auch abhängig von der Zigarette ist - ich korrigiere mich, von der Zigarette schon abhängig (etwas in der Hand halten, was zwischen den Lippen haben) aber nicht vom Qualm und/oder Nikotin abhängig ist!

Einzig die Gewohnheiten sich in bestimmten Situationen eine Zigaretten anzuzünden war verleitend bzw. ist auch jetzt noch vorhanden.

Nicht zu verwechseln mit Nikotin-Abhängigkeit - die hat mir ja am wenigsten zu schaffen gemacht. Und das nach 30 Jahren rauchen. Zumindest wurde mein Körper nicht Abhängig von Nikotin.

Hiermit schließe ich das “Raucher-Tagebuch” - zumindest bis auf weiteres …

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