Mittwoch, 7. September 2011

Am 4ten Tag fast rauchfrei, Wahnsinn!

Wenn mir das jemand erzählt hätte, ich hätte es nie und nimmer geglaubt, dass so etwas funktionieren kann bzw. möglich ist.

Ohne “Hilfsmittel” (Therapeut, Hypnose, Akupunktur etc.) sondern nur mit dem eigenen Willen und dem Verständnis für den eigenen Körper (den Körper fordern, aber nicht überfordern) zu einem Nichtraucher werden.

3 Züge von der “Morgen-Zigarette” – allerdings erst nach einer guten Tasse Kaffee und ca. eine 3/4 Stunde nach dem aufstehen. Wie bereits geschrieben, die 1. Zigarette nach dem Aufwachen ist für einen Raucher so ziemlich die wichtigste Zigarette am Tag. Je später die erste Zigarette geraucht wird, umso geringer ist laut Experten die (Nikotin)Abhängigkeit. ;-) So gesehen war meine Abhängigkeit sehr groß!

Den ganzen Tag hatte ich keinerlei Verlangen nach einer Zigarette. Eigentlich dachte ich, dass ich knapp davor bin 24 Stunden “ohne Rauch” auszukommen.

Dann so gegen 23:00 Uhr - diese gewisse innere Unruhe, man kommt sich vor wie eine Raubkatze in einem Käfig – zuerst versucht man “diese Unruhe” mit Beschäftigungstherapie zu übergehen bzw. hofft dass das Verlangen wieder verschwindet. Naja diesmal habe ich dem Verlangen nachgeben müssen. Ist aber auch “kein Beinbruch” – also her mit dem Glimmstängel und angezündet. 3 Züge reichten auch diesmal wieder aus um “herunterzukommen” bzw. wieder die innere Ruhe/Balance zu finden.

Auch wenn ich es heute noch nicht ganz geschafft habe 24 Stunden rauchfrei hinter mich zu bringen – vor 4 Tagen hätte ich mir nicht mal zugetraut mit 15/20 Zigaretten den Tag zu überstehen (statt der bisherigen üblichen 30/40 Zigaretten), also was soll’s dass ich heute 2x 3 genussvolle Züge von einer richtigen Zigarette gemacht habe.

Ich verlange viel von meinem Körper - Nikotin-Entzug und der Entzug von Rauch-Gewohnheiten – wenn ich möchte, dass mein Körper weiterhin mir hilft, muss auch ich meinem Körper helfen und ihm ein bisschen DAS geben (Nikotin) das er braucht um weiter den Entzug mit mir ohne Nebenwirkungen (z. B. Gereiztheit, Nervosität etc.) durchzustehen.

Ich versuche meinem Körper die Rauchgewohnheiten abzugewöhnen. Mehr als die Abhängigkeit nach Nikotin sind die unzähligen lästigen Angewohnheiten um sich eine Zigarette anzuzünden.

“Warte, ich rauche noch eine Zigarette.”
“Moment, ich rauche nur noch schnell die Zigarette fertig.”
“Lass uns noch eine schnelle Zigarette rauchen, dann …”
… usw.

Ich muss wieder lernen, dass ich auch Pausen machen kann OHNE Zigarette – besser gesagt OHNE DEN VORWAND EINE ZIGARETTE ZU RAUCHEN. Auch müssen die Hände lernen, dass sie keine Zigarette zwischen den Fingern brauchen um zu existieren. ;-)

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